13. Emil-Joseph-Diemer-Gedenkturnier 2003 mit erfreulicher Beteiligung

Max Scherer (Dreisamtal) bei seiner ersten Teilnahme klarer Gewinner

Das 13. Turnier, am 05. Juni wie regelmäßig im Gasthaus Rebstock in Gengenbach-Fußbach abgehalten, war wieder Mal als Erfolg zu bezeichnen, zumindest was die Teilnehmerzahl betrifft. Als sich ein Schachfreund nach dem anderen zum Turnier anmeldete, bekam der Berichterstatter plötzlich leichte Bedenken, ob das mitgebrachte Spielmaterial ausreicht. Glücklicherweise hatte ein Teilnehmer weiter gedacht und beruhigte mich, denn er hatte wohlweislich einige Garnituren im Kofferraum seines Pkw vor Reiseantritt deponiert. Es wurde dann aber doch nicht benötigt. Für 20 Teilnehmer war alles vorhanden. Nachdem alle Meldungen abgegeben waren, erfüllte ich zunächst eine erfreuliche Pflicht, indem ich bekannt gab, dass das ausgesetzte Preisgeld, wie versprochen erhöht wird, wenn mehr als 10 Schachfreunde melden. Zusätzlich wurden zwei weitere Geldpreise angehängt. Auf Spenden aus dem Teilnehmerkreis, wie in den vergangenen Jahren, konnte also dieses Mal verzichtet werden.

Bevor ich auf das Turnier eingehe, muß ich aber noch meine persönliche Enttäuschung ausdrücken, denn eine "Werbefahrt" zum diesjährigen Badischen Schachkongreß nach Karlsruhe hatte sich im Nachhinein als "zu früh gefreut" herausgestellt. Einige dort angesprochene frühere Teilnehmer am BDG-Turnier gaben eine überschwengliche - "Ich komme ganz sicher"-Zusage und sind dann ohne Nachricht nicht erschienen. Zwar wurde dieses Manko durch den Start einiger Schachfreunde, die noch nie teilgenommen hatten, aufgewogen, doch ein fader Beigeschmack bleibt bei mir. Aber genug gejammert oder auch nicht. Denn ..., aber lesen Sie selbst.

Nachdem die Auslosung zur ersten Runde gleich eine interessante Paarung, Studier gegen Scherer, ergeben hatte und auch sonst einige vorentscheidene Partien zustande kamen, konnte man von einem spannenden Verlauf ausgehen. Leider hatte der Berichterstatter sich nicht an den dummen, aber wahren Spruch erinnert, dass ein Computer nur so schlau ist, wie der der ihn bedient. Denn nachdem Max Scherer seinem Gegner Georg Studier den Punkt weggenommen hatte und auch alle weiteren Resultate erfasst waren, so daß die zweite Runde ausgelost werden konnte, kratzten sich einige Teilnehmer ob der ungewöhnlichen Auslosung zu Runde 2 an der Stirn. Ein Hinweis darauf an den Berichterstatter, Mitspieler und Turnierleiter, also an mich, wurde sofort nachgegangen, aber keine Lösung gefunden. Eines war klar, eine Einstellung im Computerprogramm war falsch. Was war passiert? Wie im Schweizer System üblich und wie auch vom Erfinder geplant, sollen immer die Punktgleichen gegeneinander gelost werden. Bei meiner Auslosung wurden aber die Schachfreunde mit einem Punkt gegen die aus der unteren Tabellenhälfte gepaart. Ich konnte mir nicht erklären, besser gesagt, ich kam einfach nicht drauf was ich falsch eingestellt hatte. Um das Turnier weitergehen zu lassen, es mußten 7 Runden a 30 min gespielt werden, akzeptierten die Teilnehmer notgedrungen, dass so bis zum Schluß weitergespielt wurde. Um die peinliche Angelegenheit abzuschließen, wieder zu Hause angekommen habe ich als erstes das Turnier als Test nochmals nachgespielt und da funktionierte alles einwandfrei. Ich entdeckte auch den Fehler sofort. In der Aufregung oder der Freude über die gute Teilnehmerzahl hatte ich als erstes Auslosungskriterium nicht die Punktzahl, sondern die Feinwertung (!!) eingestellt und die Punkte ganz außer Acht gelassen. Da mußte natürlich alles falsch laufen. Die ganze Angelegenheit tut mir sehr leid. Das ist mir bei den vorangegangenen Turnieren noch nie passiert. Bei allen Teilnehmern will ich mich deshalb auch von diser Stelle nochmals entschuldigen. Betonen muß ich aber auch gleich, dass die Preisgewinner von der Spielstärke her auch bei einer korrekt eingestellten Auslosung die erspielten Geldpreise gewonnen hätten. Als kleine Entschuldigung darf ich vielleicht auch anfügen, dass ich kein Freund davon bin, ein Turnier mitzuspielen und gleichzeitig zu leiten. Das werde ich zukünftig auch nicht mehr machen. Bedingt durch die Aufregungen konnte ich nicht alle Partien verfolgen, sodaß ich auf einen tiefer gehenden Bericht dieses Mal verzichte. Bitte entnehmen Sie das Resultat der Abschlußtabelle.

Volker Drüke (hier gibt es Photos von Volker Drüke

                    Aktueller Stand nach 7 gespielten Runden

    Name                 Vereinsname          Rd  Pkte   Bh_I    Bh_II  g  u  v

  1 Scherer, Max         Dreisamtal            7   6.5   22.5    180.0  6  1  0
  2 Dobschat, Benjamin   Griesheim             7   6.0   22.5    184.5  6  0  1
  3 Zipfel, Matthis      Kirchzarten           7   5.5   24.0    183.0  5  1  1
  4 Studier, Georg       Freiburg              7   5.0   24.5    182.0  5  0  2
  5 Brunold, Günter      Kempten               7   4.5   21.5    173.5  4  1  2
  6 Dell, Waleri         Schutterwald          7   4.0   27.0    167.0  4  0  3
  7 Herbst, Oliver       Freiburg              7   4.0   25.5    164.5  4  0  3
  8 Schmidt, Alexander   Offenburg             7   3.5   27.5    168.5  3  1  3
  9 Drüke, Volker        Rheingönheim          7   3.5   23.5    169.0  3  1  3
 10 Schrempp, Daniel     Offenburg             7   3.5   23.0    170.0  3  1  3
 11 Laubis, Roland       Griesheim             7   3.5   22.0    164.0  3  1  3
 12 Totzke, Tido         Hornberg              7   3.0   27.5    167.0  1  4  2
 13 NN                   NN                    7   3.0   26.0    171.5  3  0  4
 14 Belov, Alexei        Schutterwald          7   3.0   22.5    164.0  2  2  3
 15 Tönjes, Jürgen       Bremen                7   3.0   22.0    175.0  2  2  3
 16 Laug, Hubert         Ohlsbach              7   3.0   20.5    170.5  2  2  3
 17 Schmidt, Friedrich   Schutterwald          7   2.0   27.0    173.5  1  2  4
 18 Bürg, Markus         Schutterwald          7   2.0   26.5    161.5  2  0  5
 19 Nagel, Alexander     Ohlsbach              7   1.5   25.0    171.0  1  1  5
 20 Herrmann, Ewald      Schutterwald          7   0.0   29.5    170.0  0  0  7

Turniersieger Scherer (links, DWZ 2261) gibt gegen den Schutterwälder Friedrich Schmidt sein einziges Remis ab.


Mit 20 Teilnehmern war das Turnier sehr gut besetzt





Turnierleiter Volker Drüke



Offenburger Verbandligaspieler Alex Schmidt


Volker Drüke analysiert eine neue Variante mit Georg Studier





Sehr angenehm war die Pause im Garten bei fast 30 Grad
im schönen Landgasthof "Rebstock" in Gengenbach-Fussbach


Stammspieler Jürgen Tönjes trat auch wieder die lange Reise aus Bremen an.




Fußbach

Seit vielen Jahren findet in Fußbach im Rebstock ein Gedenkturnier statt. Es handelt sich um ein Thematurnier, bei dem die ersten Züge des Blackmar Diemer Gambits vorgegeben sind.

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